Umweltschutz im Kleingarten

Ruhe in Kleingärten

Für das Rasenmähen gelten in den Kleingärten, die dem Kreisverband Kielangeschlossen sind, strenge Ruhezeiten. In den Gartenordnungen ist festgelegt, dass in der Zeit vom 01. Mai bis 30. September an Werktagen zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr und sonntags nicht gemäht werden darf. Die gleichen Zeiten gelten auch für Bauarbeiten im Kleingarten.

 

 

Abfallvermeidung/Kompostierung/Abfallverwertung

Die Abfallvermeidung sowie die stoffliche Verwertung müssen Vorrang haben vor der Verbrennung und Deponierung (Abfallsatzung Kiel 1993, § 1 Abs. 2)

 

Große Mengen Abfall fallen im Kleingarten erfahrungsgemäß bei Festen an, z.B. in Form von Getränkeverpackungen, Einweggeschirr und –besteck. Als abfallarme Alternativen bieten sich Pfandflaschen für Mineralwasser, Saft und Bier an. Auf die Verwendung von Papptellern, Plastikbechern und Plastikgeschirr sollte verzichtet werden.

 

Eine besonders wirksame Maßnahme der Abfallvermeidung ist die Kompostierung. Daher sind Gartenabfälle grundsätzlich zu kompostieren. Bei Komposteinsatz kann auf mineralische Düngemittel fast vollständig verzichtet werden.

 

Grundsätzlich sind alle organischen Materialien, die in Kleingärten anfallen, kompostierbar: z.B. Grasschnitt, Laub, Strauchschnitt, Blumenreste, Gemüsereste sowie Kleintiermist. Ungeeignet sind Schalen von Südfrüchten, Papier und Pflanzen mit Pilzbefall.

 

Komposthaufen sollten mindestens 1,50 m von der Nachbarparzelle und mindestens 3 m von der Grundstücksaußengrenze entfernt aufgesetzt werden. Zwei weitere Möglichkeiten der Verwertung organischen Materials bestehen in der Flächenkompostierung (Pflanzenteile werden flach in den Boden eingearbeitet) und dem Mulchen (3-5 cm dicke Schicht unter Sträuchern).

 

Auch für Kleingärten gilt: Wertstoffe und Abfälle sind getrennt zu erfassen. Das heißt für die Kleingärtner, sie müssen alles wieder mit nach Hause nehmen, was im Kleingarten an Wertstoffen bzw. Abfällen anfällt und dort nicht zu verwerten ist.

Abfallentsorgung

Gartenabfälle wie z.B. Grasschnitt, Blumenreste, Heckenschnitt und Herbstlaub müssen grundsätzlich kompostiert werden. Ein Verbrennen von pflanzlichen Abfällen muss unterbleiben. Nach den gesetzlichen Bestimmungen dürfen pflanzliche Abfälle nur unter ganz eingeschränkten Bedingungen verbrannt werden und zwar nur, wenn eine Entsorgung im Rahmen der gärtnerischen Bewirtschaftung tatsächlich nicht möglich ist.

 

Jede Art der Verbrennung von nichtpflanzlichen Abfällen ist verboten und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Je nach Art der verbrannten Stoffe kann der Straftatbestand der umweltgefährdeten Abfallbeseitigung erfüllt sein.

 

Auch die Ablagerung von Abfällen im Garten, in Randbereichen von Gartenanlagen, an Waldrändern, an Knicks, Im Unterholz und auf anderen Flächen stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen geltendes Recht dar. In der Landschaft abgelegte Abfälle führen zu einem Ersticken der ursprünglichen, typischen Pflanzenwelt der Lagerfläche. Langfristig führt dieses zu einer Einschränkung des Nahrungsangebotes für Insekten und Vögel.

 

Sperrmüll und Restmüll müssen über ein Grundstück entsorgt werden, das an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen ist, in der Regel also über die Wohnung. Asbestzementplatten sind kein Bauschutt und können nicht recycelt werden. Aufgrund der Gefährlichkeit von Asbestfasern sollten diese Produkte nur von Fachfirmen entsorgt werden. Reste von Pestiziden müssen über Schadstoffsammelstellen der unschädlichen Entsorgung zugeführt werden.

 

Jede illegale Abfallablagerung beeinträchtigt unsere Umwelt und gefährdet die Natur oder sogar direkt die Gesundheit und das Leben von Menschen. Für alle Abfallarten gibt es legale Entsorgungswege.